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Islands Strände und Natur: schwarzer Sand und Vulkane

Turistic · 18.06.2026

Islands Natur ist von Feuer und Eis geformt. Schwarze Strände, gewaltige Basaltsäulen, Gletscher so groß wie kleine Länder und Vulkane, die noch immer ausbrechen — alles auf einer einzigen Insel. Doch dieselbe Schönheit birgt Gefahren, die echten Respekt verlangen, und so ist das Verständnis der Bedingungen ebenso wichtig wie die Bewunderung der Aussicht.

Schwarze Sandstrände

Reynisfjara bei Vík ist der berühmteste schwarze Strand des Landes, mit hoch aufragenden Basaltterrassen und Höhlen. Draußen im Meer erheben sich die Reynisdrangar, dunkle Felsnadeln, die der Sage nach im Morgengrauen versteinerte Trolle sind. Am Diamond Beach neben dem Jökulsárlón liegen klare Eisberge wie verstreute Juwelen auf dem schwarzen Sand. Auf der Halbinsel Snæfellsnes liegt der eindrucksvolle Djúpalónssandur mit seinen polierten schwarzen Kieseln und einem rostenden Schiffswrack.

Basaltsäulen und Vogelklippen

Basaltsäulen — die sechseckigen Pfeiler, die entstehen, wenn Lava langsam abkühlt — finden sich überall, unter anderem an der Reynisfjara, am Svartifoss und am Gerðuberg. Auf den Klippen brüten den Sommer über Millionen Seevögel.

  • Dyrhólaey — ein dramatischer Felsbogen und Aussichtspunkt, wo im Sommer Papageitaucher nisten.
  • Látrabjarg in den Westfjorden — eine der größten Vogelklippen Europas und der westlichste Punkt des Landes, voller Papageitaucher, Tordalken und Dreizehenmöwen.

Die Papageitaucher-Saison läuft von Mai bis August. Halte respektvollen Abstand zu den Bruthöhlen und Klippenrändern, die instabil sein können.

Gletscher und Vulkane

Vatnajökull ist der größte Gletscher Europas und verbirgt unter seiner Masse Vulkane, Eishöhlen und Auslassgletscher. Auslassgletscher wie Sólheimajökull und Svínafellsjökull sind mit einem Guide zugänglich. Betrete niemals einen Gletscher ohne Guide und passende Ausrüstung — Gletscherspalten sind tödlich. Auf der Halbinsel Reykjanes ist Fagradalsfjall in den letzten Jahren mehrmals ausgebrochen und hat Menschenmassen angezogen; befolge stets die Anweisungen der Behörden zu Gasbelastung und Sperrungen.

Geothermalfelder und Wasserfälle

Hverir und Námafjall am Mývatn-See sind brodelnde Schlammtöpfe und zischende Dampfquellen in einer rostroten Landschaft, die nach Schwefel riecht. Auf Reykjanes sind Gunnuhver und Krýsuvík ebenso eindrucksvoll. Im ganzen Land stürzen Wasserfälle herab — Gullfoss, Dettifoss, Seljalandsfoss — und zeigen, wie schmelzende Gletscher das Land formen. Bleib in Geothermalgebieten stets auf den markierten Wegen; der Boden kann dünn und darunter kochend heiß sein.

Tierwelt an der Küste

Islands Natur wimmelt von Leben. Robben liegen auf den Schären bei Ytri-Tunga auf Snæfellsnes und nahe dem Jökulsárlón, Wale ziehen vor Húsavík und der Faxaflói-Bucht vorbei, und Rentiere durchstreifen den Osten. Der Polarfuchs, Islands einziges heimisches Landsäugetier, ist am ehesten in Hornstrandir zu sehen. Beobachte aus der Ferne, störe die Tiere nicht und füttere sie niemals.

Die Wasserfälle des Landes

Wasserfälle sind ein Wahrzeichen der isländischen Natur. Der Gullfoss stürzt in zwei Stufen in eine Schlucht, am Seljalandsfoss kannst du hinter das Wasser treten, und der Skógafoss wirft oft einen Regenbogen in seine Gischt. Im Hochland fällt der Háifoss als einer der höchsten Wasserfälle des Landes. Jeder zeigt die Kraft schmelzender Gletscher und des Regens, die das Land ständig neu formen.

Sicherheit: Sneaker Waves an der Reynisfjara

Dies ist die wichtigste Warnung überhaupt. An der Reynisfjara schießen sogenannte Sneaker Waves plötzlich weit den Strand hinauf, stärker und weiter reichend als die Wellen zuvor. Sie haben Menschen ins Meer gezogen — mit tragischen Folgen —, und ein farblich codiertes Warnsystem vor Ort zeigt die Gefahrenstufe des Tages.

  • Kehre dem Ozean niemals den Rücken zu und halte dich weit von der Wasserlinie fern.
  • Klettere niemals auf die Felsen und lass Kinder niemals nahe an die Wellen.
  • Das Wasser ist eiskalt und die Strömung tödlich — kein Foto ist das wert.

Respektiere das Land, beachte die Schilder und bleib auf sicheren Wegen. Kleide dich dem Wetter entsprechend, das sich im Nu ändern kann. Dann bleibt Island aus den richtigen Gründen unvergesslich.

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